Ein Beitrag von Matthieu Hess

 Die Aufgabe des menschlichen Geistes ist es nicht, glücklich zu sein. Seine Aufgabe ist es, Erfolg und Überleben des Menschen zu sichern. Das zeigt sich in Form von Siegeswillen am Sportplatz oder Erfolgshunger im Office. Dafür beschäftigt sich der Geist von Natur aus meist mit Zukunft und Vergangenheit. Er lernt aus Vergangenem, um das Werdende zu meistern.

Klingt anstrengend? Gib die Schuld deiner Amygdala

Die unerwünschten Nebenwirkungen sind Ängste und Zweifel, Unzufriedenheit und FOMO (= Fear of Missing Out). Nicht nur unser Wohlbefinden leidet darunter, sondern auch unsere Fähigkeit zur rationellen Entscheidungsfindung – und damit unsere Erfolgschancen. Wenn der Geist Zweifel und Angst verspürt, agiert er nicht rational, sondern reagiert emotional. So ungern wir dies hören, so eindeutig ist es neurologisch nachweisbar: Die Amygdala ist aktiv, wenn wir zweifeln und ängstlich sind – oder gierig. Sie ist evolutionär gesehen so alt, dass selbst Reptilien eine haben. Egal, ob bei finanziellen Entscheidungen, beim Teamwork im Büro oder bei der Kindererziehung … wir sind keine Reptilien und bereuen es irgendwann, wie eines zu handeln. 😉

Darf’s ein bisserl weniger Stress sein?

Achtsamkeit ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit ganz bewusst in der Gegenwart zu halten, ohne das Erlebte zu beurteilen. Wem das gelingt, beeinflusst sein Gehirn – und come on, das ist schon ziemlich cool, oder? Ist die Aufmerksamkeit in der Gegenwart, ist der präfrontale Kortex aktiv: Der moderne, menschliche Teil des Gehirns. Er ist es, der uns des wohlüberlegten, weitsichtigen Handelns ermächtigt. Nicht nur neurologisch sind die positiven Effekte nachweisbar, jeder Mensch kann sie am eigenen Körper und Geist beobachten. In Form von Geduld und Gelassenheit, Vertrauen und Zufriedenheit.

Dein Atem & der präfrontale Kortex

Der gängigste Weg, die Aufmerksamkeit in der Gegenwart zu halten, ist die Beobachtung des Atems. Einfach mit der Aufmerksamkeit beim Einatmen und Ausatmen bleiben und dahin zurückkehren, wenn sie abwandert. Wer diese simple, aber anspruchsvolle Übung regelmäßig praktiziert und kultiviert, erlebt nach anfänglichen Hürden zunehmend Entspannung und Konzentration. Diese Effekte manifestieren sich nicht nur während des Übens, sondern im Alltag. Das Gehirn ist nämlich überraschend plastisch und übernimmt relativ schnell Gewohnheiten, die wir bewusst üben. Je konzentrierter und gleichzeitig entspannter der geübte Geist ist, desto weniger anfällig ist er auf FOMO. Je weniger wir von FOMO geprägt sind, desto menschlicher handeln wir – was wir selten bereuen. 😀

Hört sich doch noch stressig an? Keine Sorge ich zeige dir gerne wie’s geht!

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