Ein Beitrag von Matthieu Hess
Grübeln
„Mein Leben war voller Katastrophen, von denen die meisten nie eingetroffen sind.“ – Mark Twain
Auch wenn du glaubst, in deinem Kopf klar und lösungsorientiert unterwegs zu sein, so zeigen Studien, dass Menschen im Schnitt einen Großteil ihrer wachen Zeit mit wiederkehrenden Gedanken verbringen – meist kreisen diese um Sorgen, die nie Realität werden. Diese tief verankerte Gewohnheit kennen wir als „Grübeln“.
So könnte zum Beispiel ein Montagvormittag im Büro ausschauen:
Montagmorgen: Die E-Mailbox ist voll, ich schaue kurz drüber – und sofort meldet sich ein Gedanke: „Werde ich das heute alles schaffen?“
Eine Stunde habe ich jetzt mit E-Mails verbracht. Doch anstatt konzentriert ins Projekt zu starten, wandern die Gedanken ab: „Habe ich im Meeting letzte Woche eigentlich alles wichtige gesagt? Was, wenn das schlecht angekommen ist?“
Jemand betritt das Großraumbüro. Ich schaue, wer es ist – und frage mich gleichzeitig: „Mögen die Kolleg:innen mich eigentlich wirklich? Oder finden sie mich unprofessionell?“
Eine Nachricht blinkt am Handy auf. Es ist nicht wichtig, aber der Gedanke bleibt: „Was, wenn ich etwas Wichtiges übersehen habe?“
Das Telefon klingelt beim Nachbarn. Ich höre den Gesprächsbeginn – und währenddessen zieht mein Kopf Kreise: „Was besprechen die, habe ich etwas übersehen?“
Nun aber zurück zum Projekt. Doch kaum habe ich angefangen, taucht die nächste Gedankenschleife auf: „Sollte ich nicht längst mehr erreicht haben in meinem Job? Was wird aus meiner Karriere, wenn ich die Deadline heute Abend nicht schaffe?“
Ich suche Zahlen für meine Arbeit – finde sie nicht sofort – und schon kommt der Gedanke: „Bin ich vielleicht einfach zu unorganisiert? Sollte ich das alles besser im Griff haben?“
Langsam steigt Stress auf. Noch so viel zu tun, am Nachmittag das Meeting, am Abend die Deadline – und währenddessen kreist mein Kopf: „Was, wenn ich dort völlig versage? Was, wenn ich nicht gut genug vorbereitet bin?“
Gerade jetzt kommt der neue Kollege vorbei und fragt, ob ich auf einen Kaffee mitkomme. Ein kurzer Moment Erleichterung – aber sofort wieder die Stimme im Kopf: „Kann ich mir eine Pause leisten, während so viel offen ist?“
Die negativen Folgen von Grübeln:
Was Mark Twain so treffend formuliert hat und wir im Alltag häufig selbst erleben, bestätigt auch die moderne Gehirnforschung: Grübeln ist ein Energiefresser.
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- Bis zu 70 % unserer spontanen Gedanken sind wiederkehrend und oft negativ
- Grübeln verstärkt Stress und lässt Probleme größer erscheinen, als sie sind
- Fokus auf Lösungen wird blockiert
- Schlafqualität und Wohlbefinden leiden
- Produktivität sinkt, weil der Kopf beschäftigt, aber nicht effektiv arbeitet
Was kannst du tun?
Ja, es gibt viele Ratgeber und Techniken zum positiven Denken. Aber reines Wissen hilft nicht weiter, denn Grübeln ist eine antrainierte Gewohnheit. Eine wirksame Lösung kann sein, genau das Gegenteil als neue Gewohnheit zu trainieren: Grübeln erkennen und bewusst reduzieren. Wer das zur Trainingssache macht, gewinnt Abstand zu seinen Gedanken und findet Klarheit.
„Sorge dich nicht um die Zukunft – du trägst die Kraft, ihr zu begegnen, schon heute in dir.“ – Seneca
Das auf neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung basierende Myndspot-Trainingsprogramm greift genau dieses Thema auf. Die Kraft, die du heute schon in dir trägst, mit Leichtigkeit zu mobilisieren. Du musst dafür nicht zusätzliche Zeit freischaufeln, sondern integrierst dein Training direkt in deinen Arbeitsalltag – ohne Aufgaben zu ändern und ohne Mehraufwand. So legst du die Gewohnheit des Grübelns ab und die positiven Auswirkungen davon werden spürbar Teil deines Alltags.
Verstehen – Wie funktioniert Grübeln im Gehirn?
Lernen – Techniken, um Abstand zu Gedanken zu gewinnen.
Üben – Damit neue Gewohnheiten mühelos entstehen.
Integrieren – Im Arbeitsalltag. Jederzeit.
Wachsen – Klarheit und Gelassenheit spürbar erleben.
Neugierig? Dann kontaktiere mich gerne für weitere Informationen.
Damit du sofort starten kannst, hier zwei bewährte Techniken, die Grübeln zuverlässig unterbrechen:
5-4-3-2-1 Übung (Sinnesfokus)
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- Sieh dich um und nenne 5 Dinge, die du sehen kannst.
- Nenne 4 Dinge, die du hören kannst.
- Nenne 3 Dinge, die du fühlen kannst.
- Nenne 2 Dinge, die du riechen kannst.
- Nenne 1 Sache, die du schmecken kannst.
- Spüre nach: Dein Kopf wird klarer, die Gedanken verlieren an Schwere.
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Gedanken-Stopp mit Ankerwort
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- Sobald du merkst, dass Grübeln startet, sage innerlich deutlich „Stopp!“.
- Atme einmal tief ein und aus.
- Wiederhole dann bewusst ein Ankerwort wie „Ruhe“ oder „Jetzt“.
- Lenke deine Aufmerksamkeit zurück auf deine aktuelle Tätigkeit.
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Schon eine Runde genügt, um Grübeln wirksam zu reduzieren.
Matthieu Hess
Matthieu Hess (MSc Economics x MSc Mindfulness) ist Gründer von Myndspot und bietet als Unternehmensberater Firmen und Organisationen eine sicheren Rahmen, um mehr Fokus, Regeneration und Vertrauen in Work & Life zu bringen. Egal ob Training, Workshop oder Vortrag: alle Einheiten sind wissenschaftlich fundiert und versprechen maximalen „Stress-Schutz-Faktor“.