Ein Beitrag von Matthieu Hess
Prokrastinieren
„Prokrastination ist die Kunst, seine Arbeit so lange aufzuschieben, bis sie nicht mehr relevant ist.“ – unbekannt
Auch wenn du dir vornimmst, endlich produktiv zu sein, so zeigen Studien, dass fast jeder zweite Mensch regelmäßig wichtige Aufgaben hinauszögert – selbst wenn die Folgen Stress, Druck und Schuldgefühle sind. Diese antrainierte Gewohnheit nennen wir umgangssprachlich “Aufschieberitis”.
So könnte zum Beispiel ein gewöhnlicher Montagvormittag im Büro ausschauen:
Montagmorgen: Die E-Mailbox ist voll, aber eigentlich sollte ich gleich mit meinem Projekt starten. Ich sage mir: „Nur kurz E-Mails sortieren – das geht schnell.“
Eine Stunde ist vergangen. Die Deadline für mein Projekt ist heute Abend. Aber statt zu beginnen, denke ich: „Vielleicht noch schnell die Schreibtischunterlagen ordnen, dann arbeite ich konzentrierter.“
Ein Kollege betritt das Büro und erzählt von seinem Wochenende. Ich höre zu – und sage mir: „Jetzt anfangen lohnt sich eh nicht mehr, bald ist Mittagspause.“
Nach dem Mittagessen bin ich müde. Ich denke: „Ich warte noch ein bisschen, bis ich wieder fitter bin – dann wird’s leichter.“
Am Nachmittag blinkt das Handy. Eine Nachricht – nicht wichtig. Aber ich scrolle trotzdem durch die App. „Nur fünf Minuten“, denke ich – und eine halbe Stunde ist vergangen.
Nun wird es eng. Ich fühle den Druck, aber gleichzeitig habe ich das Gefühl: „Jetzt ist es sowieso zu spät, ich hätte längst anfangen müssen.“ Stattdessen lenke ich mich ab – und der Berg an Arbeit wächst.
Die negativen Folgen von Prokrastination:
Was wir alle kennen, bestätigt auch die moderne Psychologie: Prokrastination ist kein Zeichen von Faulheit, sondern ein Stressbewältigungsmechanismus.
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- Kurzfristige Entlastung, langfristig mehr Stress
- Aufgaben erscheinen schwerer, je länger sie aufgeschoben werden
- Schuldgefühle und Selbstkritik nehmen zu
- Zeitdruck steigt, Fehlerquote ebenfalls
- Lebenszufriedenheit sinkt durch ständigen inneren Konflikt
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Was kannst du tun?
Ja, es gibt viele Tipps und Methoden zum Zeitmanagement. Doch reines Wissen hilft nicht weiter, denn Prokrastination ist eine tief verankerte Gewohnheit. Eine wirksame Lösung kann sein, genau das Gegenteil zur Gewohnheit werden zu lassen: Klarheit im Handeln. Kleine Schritte, statt endloses Aufschieben.
„Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.“ – Lao-tzu, Tao Te Ching, Kapitel 64
Das auf neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung basierende Myndspot-Trainingsprogramm greift genau dieses Thema auf. Den ersten Schritt – in diesem Fall Handlungskraft – mit Leichtigkeit zur Gewohnheit zu machen. Du musst dafür keine zusätzliche Zeit freischaufeln, sondern integrierst dein Training direkt in deinen Alltag – ohne Aufgaben zu ändern und ohne Mehraufwand. Die positiven Auswirkungen von weniger Aufschieben und mehr Umsetzen werden spürbar Teil deines Lebens.
Verstehen – Warum schiebe ich auf? Was passiert im Gehirn?
Lernen – Techniken, um leichter in Handlung zu kommen.
Üben – Damit „Anfangen“ zur Gewohnheit wird.
Integrieren – Im Alltag. Jederzeit.
Wachsen – Erfolge erleben und Motivation steigern.
Neugierig? Dann kontaktiere mich gerne für weitere Informationen.
Damit du sofort starten kannst, hier zwei bewährte Übungen, die Prokrastination unterbrechen:
2-Minuten-Regel
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- Wenn eine Aufgabe weniger als 2 Minuten dauert: sofort erledigen.
- Für größere Aufgaben: nur 2 Minuten beginnen – danach frei entscheiden, ob du weitermachst.
- Oft reicht dieser Mini-Einstieg, um den Bann des Aufschiebens zu brechen.
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Aufgaben in Mikro-Schritte teilen
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- Schreibe die Aufgabe auf.
- Teile sie in den kleinstmöglichen Schritt auf (z. B. „Dokument öffnen“ statt „Bericht schreiben“).
- Starte nur mit diesem Mini-Schritt.
- Jeder kleine Erfolg motiviert, weiterzumachen.
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Schon wenige dieser Schritte machen aus einer Blockade einen klaren Anfang.
Matthieu Hess
Matthieu Hess (MSc Economics x MSc Mindfulness) ist Gründer von Myndspot und bietet als Unternehmensberater Firmen und Organisationen eine sicheren Rahmen, um mehr Fokus, Regeneration und Vertrauen in Work & Life zu bringen. Egal ob Training, Workshop oder Vortrag: alle Einheiten sind wissenschaftlich fundiert und versprechen maximalen „Stress-Schutz-Faktor“.