Sicher unterwegs – Fahrradsicherheitstrainings für den Arbeitsweg
Immer mehr Menschen in Österreich steigen fürs Pendeln aufs Rad um – das ist gut für Umwelt und Gesundheit. Doch mit dem wachsenden Radverkehr steigen auch die Herausforderungen im Straßenalltag. Rund 10 % der Pendler:innen radeln inzwischen regelmäßig zur Arbeit – Tendenz steigend.
Mehr Sicherheit im Sattel
Umso wichtiger wird das Thema Fahrradsicherheit – vor allem im urbanen Berufsverkehr. Der dreifache Radweltmeister Roland Königshofer bietet praxisnahe Trainings an, die genau hier ansetzen. In seinen Workshops steht der sichere Umgang mit kritischen Verkehrssituationen im Vordergrund: vom richtigen Bremsen bis zum Umgang mit toten Winkeln bei LKWs. Die Teilnehmenden lernen in 3 Stunden, wie sie sicherer und selbstbewusster durch den Alltag radeln – ganz unabhängig vom sportlichen Level.
Am 16.05.2025 setzten 16 FirmensportlerInnen auf Fahrradsicherheit
Und so kam es dazu, dass mutige FirmensportlerInnen am Freitagnachmittag in zwei Slots mit je 8 Teilnehmer:innen in die Pedale traten, um dieses Mal nicht nur von der Arbeit nach Hause zu kommen, sondern zuerst einen Zwischenstopp bei der Energie Steiermark zu machen. Auf dem Parkplatz befindet sich eine optimale Fläche, um eine Schulung in Fahrradsicherheit abzuhalten. Roland Königshofer hat aber auch schon in Innenhöfen oder Tiefgaragen seine Trainings absolviert, denn sein Konzept ist mobil und variabel & er besonders ideenreich.
Folgende Inhalte bietet Königshofers 3-Stunden-Training:
- Begrüßung
- Bike-Check
- Richtige Bekleidung
- Radausstattung
- Richtig anfahren
- Ein bisschen Physik 😉
- Richtig Bremsen
- Herausforderung Randstein
- Gefahr: LKW & Busse
Sicherheitsmaßnahmen und Infrastruktur in Österreich
Österreich hat in den letzten Jahren erheblich in die Radverkehrsinfrastruktur investiert, um das Radfahren, insbesondere in urbanen Gebieten, sicherer zu machen. Einige wichtige Punkte:
- Radwege und Schutzstreifen: Die meisten Städte in Österreich, vornehmlich Wien, Graz, Salzburg und Linz, haben ein dichtes Netz an Radwegen und Schutzstreifen, das kontinuierlich erweitert wird. Diese speziellen Wege trennen Radfahrer vom motorisierten Verkehr, was zu einer deutlichen Erhöhung der Sicherheit führt.
- „Radhauptrouten“ und Rad-Highways: In Städten wie Wien werden sogenannte Radhauptrouten geplant und weiter ausgebaut, um Pendlern eine direkte und sichere Verbindung zwischen Wohngebieten und Arbeitsplätzen zu ermöglichen.
- Verkehrsberuhigte Zonen und RadfahrerInnenfreundliche Maßnahmen: In vielen Städten gibt es verkehrsberuhigte Zonen, in denen Autofahrer besonders auf Radfahrer achten müssen, sowie Tempolimits in Bereichen mit hohem Radaufkommen.
Sicherheitsvorschriften und Besonderheiten in Österreich
In Österreich gelten ähnliche Verkehrsregeln wie in vielen anderen europäischen Ländern, es gibt jedoch einige Besonderheiten und Vorschriften, die speziell Radfahrer betreffen:
- Helmpflicht: In Österreich gibt es keine allgemeine Helmpflicht für Erwachsene. Für Kinder unter 12 Jahren ist das Tragen eines Helms jedoch verpflichtend.
- Beleuchtungspflicht: Nach §68 der Straßenverkehrsordnung müssen Fahrräder bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechter Sicht über eine funktionierende Beleuchtung verfügen – eine weiße Lampe vorne und ein rotes Licht hinten. Fehlende oder defekte Beleuchtung kann zu Strafen führen.
- Alkohol am Steuer: Auch für Radfahrer gelten strenge Promillegrenzen. Ab einem Alkoholwert von 0,8 Promille kann es zu Strafen kommen, und ab 1,6 Promille besteht die Möglichkeit, dass das Fahrradfahren komplett untersagt wird.
Initiativen und Förderungen für das Fahrradfahren zur Arbeit
Die österreichische Regierung sowie viele Unternehmen und Städte fördern das Fahrradfahren zur Arbeit aktiv:
- Klimaticket und Kombi-Angebote: Das „Klimaticket“ ermöglicht eine Kombination von Fahrradfahren und öffentlichen Verkehrsmitteln, was besonders für Pendler attraktiv ist, die längere Strecken zurücklegen müssen.
- „JobRad“-Initiative: Viele Unternehmen bieten das „JobRad“-Modell an, bei dem Angestellte über Leasingmodelle vergünstigt Fahrräder erwerben können. Diese Fahrräder können sowohl beruflich als auch privat genutzt werden.
- Einige österreichische Städte bieten Förderungen für den Kauf von E-Bikes und Lastenrädern an, um das Pendeln noch attraktiver zu machen. Besonders in ländlicheren Gebieten, wo die Distanzen zur Arbeit länger sind, sind E-Bikes eine beliebte Alternative zum Auto.
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