Was Unternehmen mitnehmen können: Erkenntnisse aus den MOVE DAYS 2026

1,03 Milliarden Schritte und 16.000 Euro für den guten Zweck klingen beeindruckend. Auch mehr als 6.500 aktive Teilnehmer:innen aus über 100 Unternehmen sind ein starkes Ergebnis.

Die spannendste Zahl der 5. MOVE DAYS 2026 – der Jubiläumsausgabe 2026 – ist jedoch eine andere: 43 Prozent der Teilnehmenden bewegten sich vor Beginn der Challenge weniger als zwei Stunden pro Woche.

Warum ist das bemerkenswert?
Weil hier eine der größten Herausforderungen der betrieblichen Gesundheitsförderung liegt: Nicht die Menschen zu erreichen, die bereits regelmäßig Sport treiben, sondern diejenigen, die Bewegung im Alltag immer wieder aufschieben oder bisher einfach keinen passenden Zugang dazu gefunden haben.

Als ÖBSV beschäftigen wir uns täglich mit der Frage, wie Unternehmen mehr Bewegung nachhaltig in den Arbeitsalltag integrieren können. Die MOVE DAYS 2026 liefern dazu interessante Erkenntnisse.

Wenn Gesundheit zum gemeinsamen Thema wird

Viele Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung sind fachlich wertvoll, erreichen jedoch häufig nur einen begrenzten Teil der Belegschaft.

Bei den MOVE DAYS zeigte sich ein anderes Bild: In Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitenden lag die Teilnahmequote zwischen 60 und 95 Prozent. Zum Vergleich: Klassische Gesundheitsprogramme erreichen bei dieser Unternehmensgröße oft nur 10 bis 30 Prozent der Mitarbeitenden.

Ein möglicher Grund dafür liegt im Zugang. Bewegung wurde nicht als zusätzliche Aufgabe vermittelt, sondern als gemeinsames Erlebnis.
Plötzlich wurden Schritte in der Mittagspause verglichen, Kolleg:innen motivierten sich gegenseitig und Teams verfolgten gemeinsame Ziele. 26 Prozent der Teilnehmenden absolvierten die Übungen gemeinsam, 43 Prozent tauschten sich aktiv über ihre Erfahrungen aus.

Gesundheit wurde dadurch über 46 Tage hinweg zu einem sichtbaren Teil des Arbeitsalltags.

Eine zentrale Erkenntnis daraus: Gesundheitsverhalten entsteht oft im sozialen Umfeld. Menschen lassen sich von Menschen motivieren – nicht allein durch Einzelangebote oder Broschüren.

Mehr als nur Bewegung

Neben Schritten und Aktivitätsminuten standen bei den MOVE DAYS auch die mentale Gesundheit, die Ernährung und das soziale Wohlbefinden im Fokus. Tägliche Impulse und einfache Routinen machten Gesundheit greifbar und leicht zugänglich.

78 Prozent der Teilnehmenden erreichten mindestens eines ihrer persönlichen Ziele.

Dabei ging es nicht immer um sportliche Höchstleistungen oder Platzierungen. Viele wollten Stress reduzieren, bewusster essen oder einfach mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren. Die Hälfte der Teilnehmenden setzte sich sogar erstmals intensiver mit dem Thema der mentalen Gesundheit auseinander.

Gerade dieser ganzheitliche Ansatz zeigt, wohin sich die moderne betriebliche Gesundheitsförderung entwickelt: weg von einzelnen Maßnahmen hin zu gesundheitsförderlichen Gewohnheiten, die sich langfristig im Alltag verankern lassen.

Bewegung mit gesellschaftlicher Wirkung

Neben den gesundheitlichen Effekten erzielten die MOVE DAYS 2026 auch einen sozialen Mehrwert: Insgesamt wurden 16.000 Euro gesammelt und an die Stiftung Kindertraum, die Nico Langmann Foundation und movevo4kids gespendet. Die Organisationen ermöglichen Kindern mit Behinderungen oder in schwierigen Lebenslagen Zugang zu Bewegung und Sport.

Was wir als ÖBSV mitnehmen

Für uns war die Partnerschaft mit den MOVE DAYS 2026 besonders interessant, weil sie zentrale Prinzipien erfolgreicher betrieblicher Gesundheitsförderung sichtbar gemacht hat.

Menschen bewegen sich häufig dann, wenn Bewegung unkompliziert zugänglich ist, Spaß macht und gemeinsam erlebt wird.

Die MOVE DAYS haben gezeigt, wie wirksam niederschwellige Angebote sein können, wenn sie die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Nicht jede erfolgreiche Gesundheitsinitiative braucht komplexe Programme oder große Budgets. Oft sind es einfache Formate, die den Anstoß für neue Gewohnheiten geben.

Diese Ergebnisse bestätigen eine Erfahrung, die wir in vielen Unternehmen beobachten: Bewegung wird besonders dann nachhaltig, wenn sie leicht zugänglich ist und selbstverständlich Teil des Arbeitsalltags werden kann.

Der Blick nach vorne

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis der MOVE DAYS 2026: Gesundheit entsteht selten allein.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden wurde von Kolleg:innen auf die Challenge aufmerksam gemacht. Menschen motivierten einander, absolvierten gemeinsam Challenges und teilten ihre Erfolge im Team.

Für Unternehmen liegt darin eine wichtige Botschaft: Wer Gesundheit fördern möchte, sollte nicht nur auf individuelle Motivation setzen, sondern auch Rahmenbedingungen schaffen, die gemeinsame Bewegung erleichtern.

Die MOVE DAYS 2026 haben erneut gezeigt, welches Potenzial darin steckt.

Wer die Ergebnisse im Detail nachlesen möchte, kann den vollständigen Ergebnisbericht der MOVE DAYS 2026 hier herunterladen.

Auf unseren Social-Media-Kanälen findet ihr Postings zu unseren weiteren Events und Aktivitäten – oder abonniert unseren Newsletter.