Am 10. Oktober ist Tag der psychischen Gesundheit. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, um auf das Thema im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung hinzuweisen und zu erklären, wie Sport und psychische Gesundheit im BGM-/ BGF-Bereich vereinbar sind.

Krankheit bleib bitte einfach fern

Nicht nur die Arbeitsmedizin betrachtet Gesundheit als das „Fernbleiben von Krankheiten“. Der Fokus ruht auf den Risikofaktoren, welche für die Krankheitsentstehung ursächlich sind. Prävention ist hierbei ein Stichwort, das oftmals fällt, aber gerade für Unternehmen schwierig umzusetzen ist. Gesundheitsfördernde Faktoren kommen meistens in Form von Programmen daher, die zwar vom Angebot einwandfrei sind, aber vielerorts als „mit-dem-erhobenen-Zeigefinger“ kommuniziert wahrgenommen werden. „Du musst mehr Sport machen und dich gesünder ernähren.“ Wer diesen Spruch nicht kennt, hatte bis jetzt ein sehr glückliches Leben – alleine das Wort „muss“ bewirkt im Gegenüber eine natürliche Widerstandsbewegung, auch wenn die Aussage in ihrem Kern wahr und gut gemeint ist. Nun stellt sich die Frage nach dem großen WIE? Wie kommunizieren? Wie umsetzen? Und vielleicht auch was anbieten in Richtung Sport und psychische Gesundheit?

Beginnen wir mit einer Frage

Lassen wir einmal die ganzen Faktoren wie „Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankung“ oder „Stärkung des Immunsystems“ weg und überlegen, inwiefern Sport und psychische Gesundheit zusammenhängen? Es gibt tausende Studien hierzu. Der aktuelle Fehlzeiten-Report 2022, legt diese Zahlen vor: „Bei den Beschäftigten, die ihrem Unternehmen eine besonders hohe Unternehmensverantwortung bescheinigen, geht dies bei 96,7 Prozent mit hoher Leistungsbereitschaft, bei 95,6 Prozent mit hoher Verbundenheit mit dem Unternehmen und bei 96,5 Prozent mit hoher Arbeitszufriedenheit einher.“ Die schlauen Köpfe aus Oxford & Yale haben es 2018 schon untersucht: Wer sich drei bis fünf Mal in der Woche für 45 Minuten bewegt, dem geht es mental wesentlich besser. Ein Forscherteam der University of New South Wales beobachtet über mehrere Jahre eine viertel Million Menschen und fand heraus, dass moderater Ausdauersport dabei helfen kann, besser mit Stress umzugehen, leichter einzuschlafen und seltener niedergeschlagen zu sein. All das sind Zustände, die wir erstrebenswert finden, deren Wichtigkeit uns aber oft erst dann bewusst wird, wenn sie fehlen. Was uns wieder zurückführt zum Thema der „Prävention“.

Firmensport als Präventionsmodell

Tatsächlich ist es so, dass sich der Österreichische Betriebssport Verband nur mit einem Bewegungsangebot an Firmen wenden darf. Unsere Mission ist es, dass unsere Arbeit dem Gesundheitsbewusstsein im Kontext „Arbeit“ gewidmet ist und wir demnach unsere Angebote ausrichten sollen. Tun wir auch, dennoch nimmt gerade in Zeiten von globaler Krankheit, Doomscrolling, Krieg, Inflation und Energiekrise die Pflege der psychischen Gesundheit einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen unseres Auftrags nehmen wir uns also die Freiheit herauszustreichen, warum Firmensport ein nützliches Präventionsmodell hinsichtlich Psychohygiene im betrieblichen Gesundheitsmanagement sein kann:

  1. Firmensport fördert den Teamzusammenhalt
  2. Firmensport fördert (wer hätte es gedacht) Bewegung & Sport auf einem einfachen Level
  3. Firmensport schafft Awareness für das Thema „Gesundheit im Betrieb“
  4. Firmensport schafft einen vorurteilsfreien Ort, um innerhalb des Unternehmens über Anliegen zu sprechen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben
  5. Firmensport stärkt die Vorbildfunktion für MitarbeiterInnen und Führungskräfte
  6. Firmensport beugt Erkrankung aller Art vor
  7. Firmensport macht ganz einfach Spaß und schüttet dabei das wichtige Glückshormon Endorphin aus

Viele Vorteile auf einen Blick, die wir hier einfach so auflisten, ohne Referenzbeispiele zu haben? Stimmt nicht ganz: In unserer Best-Practice-Kampagne haben wir über 20 Firmen präsentiert, die hautnah über die Vorteile ihrer BGM-Aktionen berichten. Vor allem die Vermögensberatungskanzlei ZUKUNFTHAUSER legt großen Wert auf die psychische Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen. Wer lieber ein Video schauen will, dem können wir unsere Aufzeichnung mit Susanne Bentlage, CEO von ELVG Bentlage GmbH ans Herz legen.

Noch ein paar Worte zum Abschluss

Unser Vizepräsident und Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Markus Wieser, hat es in einer Pressemeldung zum 10. Oktober 2022 auf den Punkt gebracht: „Die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Wahlärzt:innen und Therapeut:innen ist ‚eine Frage der Dicke der eigenen Geldbörse und bleibt daher für viele Betroffene unbezahlbar‘.“

Wir gehen davon aus, dass die Gesundheit aller ein gesamtgesellschaftliches Anliegen ist. Es ist also eine einfache Rechnung. Wer psychischen Erkrankungen, oder wenn man so will, allen Erkrankungen vorbeugen möchte, der baut Bewegung in seinen Alltag ein. Für Unternehmen gibt es hierfür mehrere Möglichkeiten, die in einem maßgeschneiderten BGF-Programm münden. Wer dabei die psychische Gesundheitskomponente bedenkt, ist klug. An dieser Stelle möchten wir gerne auf die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“ hinweisen, in der Anlaufstellen aufgelistet sind, die Unternehmen bei der Eingliederung eines Psychohygieneprogramms unterstützen. Wer es ein bisschen bewegungslastiger gestalten möchte, kommt gerne zu uns und macht sich ein unverbindliches Erstberatungsgespräch aus. Denn eines möchten wir versprechen: Wir kümmern uns gemeinsam mit euch um mehr Sport und psychische Gesundheit am Arbeitsplatz.